Vita

1978

geboren in Wien (Österreich).

1999 – 2006

Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Hubert Schmalix und Peter Dressler. Während dieser Zeit Erarbeitung eines eigenständigen Malstils. Ab 2001 beginnt der Künstler erste Conjunction Paintings (heterogene Bildgefüge) zu entwerfen.
Akademischer Abschluss.

1999

Ein Semester Informatik an der Technischen Universität Wien.

2000 – 2007

Parallel zum Kunststudium auch Studium der Japanologie an der Universität Wien. Im Zuge dessen wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kunst und visuellen Quellen.
Akademischer Abschluss.

31.8.2008

Gemeinschaftsprojekt mit japanischen Musikern in Kitahiroshima. Bei einem öffentlichen Konzert findet die freundschaftliche Beziehung zwischen Japan und Österreich durch Musik und Malerei künstlerischen Ausdruck.

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Über Conjunctions | Disambiguierung

Conjunctions sind eine Mischtechnik, die sich jedoch von den gängigen Arbeitstechniken Collage, Combine Painting, Assemblage und der im Kunstbetrieb häufig verwendeten Bezeichnung Mixed Media erheblich unterscheidet.

Die Conjunctions fallen durch ihre vielfältige Oberflächenstruktur auf. Auf dem Bildträger kommen diverse Materialien, unter anderem Acryl, Tusche und Öltechniken zur Verwendung bis hin zu Seide und eigens aus Keramik gefertigten plastischen Elementen. Die einzelnen Bildelemente sind dabei deutlich sichtbar voneinander abgegrenzt, besitzten daher eine eigene Identität und werden folglich wie durch andere Sichtweisen wahrgenommen.
Das heißt die unterschiedlichen visuellen Eindrücke, regen einen performativen Prozess an, durch den der Betrachter zwischen Seh- und Denkgewohnheiten wechselt. Diese unterschiedlichen Sichtweisen (Gedankenmodelle, Paradigmen) verschmelzen zu einer Einheit, ähnlich der Verflechtung unterschiedlicher kultureller Denkweisen innerhalb internationaler Gemeinschaften in einer globalisierten Welt.

Aufgrund ihrer stark heterogenen Struktur bezeichnete der Künstler Arthur Poor seine Werke ursprünglich als »heterogene Bildgefüge«, und übersetzte seine Wortschöpfung anschließend auf englisch mit »heterogenous conjunction paintings«. Kurz und prägnant: Conjunctions.

In der Sprachwissenschaft bezeichnet Konjunktion eine Wortart, die syntaktische Verbindungen zwischen Wörtern, Wortgruppen, Satzgliedern oder Sätzen herstellt und zugleich inhaltliche Beziehungen zwischen den verbundenen Elementen ausdrückt.
Mathematik und Informatik, verwenden den Begriff Conjunction für die sogenannte »Und-Funktion« sowohl in der zweiwertigen als auch mehrwertigen Logik.
Die Conjunctions zeigen ein offenes globales Weltbild, das durch nachfolgende Additionen stets erweitert werden kann, sie stehen für Flexibilität, Fragmentarisierung und Pluralität.

Conjunction Painting am Beispiel des Motives einer Möwe

Gewebe

Malstile: Conjunction Painting

Farbflechte

 

Keramik

endlose
Kreislauf
Linie

Ölmalerei

 
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